Projektart:
Anfrage:
Leistung:
Objektdokumentation (2005)
Kunde:
Café zum Mohren 🔗, Anton Moll, Aachen
Objekt:
Haus zum Mohren
Typ:
Caféhaus
Ort:
Aachen [Karte]
Staat:
Deutschland
Inhalt:
 
Das Gebäude stammt aus der Zeit unmittelbar nach dem großen Stadtbrand vom 2. Mai 1656. Dieser zerstörte seinerzeit das mittelalterliche Aachen bis auf die Kernbauten. In dem Haus existiert noch heute ein Durchbruch zwischen Erd- und Obergeschoss aus der Entstehungszeit. Durch ihn wurden Waren ein- und ausgelagert.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war ein Stoffhändler in dem Gebäude ansässig, der das erste Obergeschoss als Warendepot nutzte und dort edle Stoff- und Tuchballen lagerte. Das zweite Obergeschoss sowie das Dachgeschoss wurden damals als Wohn- bzw. Schlafräume genutzt. In jener Zeit entstand auch der Name des Hauses: “Haus zum Mohren”. Die Bezeichnung “zum Mohren” stammt aus dem Mittelalter und ist als eine Ehrung des heiligen Kaspar zu verstehen, der mit Balthasar und Melchior dem heiligen Stern nach Bethlehem folgte.
1994 wurde das inzwischen unbewohnte Haus renoviert. Es wurde entkernt und - unter Beachtung des Denkmalschutzes - mit den alten Holzbalken und Fensternischen, den steilen Treppen und der niedrigen Decke im ersten Obergeschoss liebevoll in den Originalzustand zurückversetzt. Heute beherbergt der Bau ein Caféhaus, welches sich über drei Etagen erstreckt.
Außenfassade
180°- Aufnahme des 2. Obergeschosses
180°- Aufnahme des 1. Obergeschosses
180° - Aufnahme des Erdgeschosses