Projektart:
Anfrage:
Objekt:
Super C
Typ:
Studentensekretariat
Ort:
Aachen [Karte]
Staat:
Deutschland
Architekt:
Fritzer + Pape 🔗, Aachen
Materialien:
Stahl, Glas, Beton
Publiziert:
DBZ 07/2006
Seiten:
12
Inhalt:
[Artikel]  [2]  [3]      [Bildstrecke]      
 

RWTH opfert ältesten Bau

Erinnern Nebensache

 
Gut 40 Jahre stand das Rudiment des alten chemischen Institutes leer. Mitte der Neunziger ließ die RWTH Aachen die Kriegsruine sanieren und das Studentensekretariat zog in die nunmehr postmodernen Räume ein. Jetzt fiel das intakte Gebäude dem Abrissbagger zum Opfer.
An seiner Stelle wird bald das neue Studentensekretariat stehen, das seine Schöpfer im Überschwange "Super C" tauften; in der Seitenansicht sieht der Bau mit Sockel und Dach tatsächlich wie ein „C“ aus!
Der Neubau gilt als Leuchtturmprojekt, das im Rahmen der Aufwertung der RWTH Aachen zur einzigen Elite- Universität des Landes NRW als notwendig erachtet wird. Dieser Zielsetzung gepaart mit einem freimütigen Spendenaufkommen aus der Großindustrie, ordnete sich die Denkmalpflege ohne sichtbaren Widerstand unter.
Für die Versorgung des Neubaus mit Erdwärme wurde eine 2500 m tiefe Bohrung durchgeführt, finanziert aus EU- Forschungsmitteln. Bemerkenswert ist, dass in der Straße unmittelbar vor dem Areal Fernwärmeleitungen laufen, die seit 20 Jahren die Hochschule mit Abwärme aus dem nahen Braunkohlekraftwerk in Weisweiler versorgen. Mit der Umstellung auf diese Energiequelle wurde seinerzeit das hochschuleigene Heizkraftwerk stillgelegt, das sich unmittelbar hinter dem besagten Grundstück befindet. Dieser Bau bleibt stehen.
Robert Mehl, Aachen
Abriss des Altbaus, Bild 1
Abriss des Altbaus, Bild 2