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| | Lange Zeit war ich ein puristischer Verfechter einer analogen Aufnahmetechnik vor Ort. Hintergrund war die ungenügende Weitwinkelstärke und Bildverzeichnung bei den digitalen Kameras. Ursache dieser Nachteile war die geringere Sensorgröße der digitalen Apparate im Vergleich zu einem klassischen Negativ. Mit der Markteinführung eines Sensors, der die Maße eines Kleinbild- Negativs (24 x 36 mm) aufwies, war es jedoch wieder möglich, die alten Brennweiten in gewohnter Weise einzusetzen. Insbesondere die in der Architekturfotografie so essenziell notwendigen Weitwinkelobjektive konnten wieder bestimmungsgemäß verwendet werden und waren keine „Normalobjektive“ mehr. Seitdem ist Digitalfotografie im Architektursektor mehr als sinnvoll und wird von mir konsequent eingesetzt. Weiterhin arbeite ich aber ebenfalls mit einer analogen Großbildkamera, mit der ich Negative der Nenngröße 6 x 9 cm belichte. Während ich bei der digitalen Kleinbildkamera Bildmaße von exakt 4992 x 3326 Pixeln erreiche, ergeben hochauflösende Scans des analogen Filmmaterials Bildgrößen von etwa 7900 x 5300 Pixel. Dabei ermöglicht selbst die geringere Auflösung der digitalen Kamera den Druck der Bilder im Format DIN A 3 bei einer Auflösung im Buchdruckstandard von 300 dpi. Abgesehen von der höheren Bildqualität sind bei der Großbildkamera jedoch die umfassenden Vershiftungsmöglichkeiten der Hauptgrund für ihren tagtäglichen Einsatz. Die Kameraausrüstung wird komplettiert durch eine mobile Blitzanlage, mit der im Bedarfsfall Innenräume makellos ausgeleuchtet werden können. | |